Das Wichtigste auf einen Blick

158.000
Auszubildende in Pflegeberufen (Allzeithoch)
+8%
mehr neue Ausbildungsverträge als 2024
+15%
mehr männliche Azubis in der Pflege

Ein Rekord, der Mut macht

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat im März 2026 veröffentlicht: Im Jahr 2025 schlossen rund 64.300 Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ab. Das sind knapp 4.900 mehr als noch 2024 und entspricht einem Zuwachs von 8 Prozent. Insgesamt befinden sich zum Stichtag 31. Dezember 2025 rund 158.000 Auszubildende in Pflegeberufen, mehr als je zuvor seit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung. Das Signal ist eindeutig: Der Pflegeberuf zieht wieder mehr Menschen an.

Generalistische Ausbildung als Magnet

Die seit 2020 eingeführte generalistische Pflegeausbildung vereint Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege unter einem Dach. Was anfangs auf Skepsis stieß, zeigt inzwischen Wirkung: Wer die dreijährige Ausbildung abschließt, ist breit qualifiziert und in nahezu jedem Pflegeumfeld einsetzbar. Genau das macht die Ausbildung attraktiv, denn Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger wollen sich nicht von Anfang an festlegen. Gleichzeitig hat das Pflegestärkungsgesetz 2024 eine verbindliche Ausbildungsvergütung festgeschrieben, was die finanzielle Sicherheit während der Lehrzeit deutlich verbessert hat.

Männer entdecken die Pflege

Besonders auffällig ist der Anstieg bei männlichen Auszubildenden: 18.500 Männer begannen 2025 eine Pflegeausbildung, das ist ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, mehr als doppelt so stark wie der Zuwachs bei Frauen mit 6 Prozent. Pflege ist kein Frauenberuf mehr, auch wenn Frauen mit 71 Prozent der neuen Ausbildungsverträge nach wie vor klar in der Mehrheit sind. Die gesellschaftliche Wahrnehmung des Berufs verändert sich. Kampagnen wie "Pflege ist mannlich" und praxisnahe Schulprojekte zeigen Wirkung.

Was das Rekordhoch für erfahrene Pflegekräfte bedeutet

158.000 Auszubildende klingen nach viel, doch der strukturelle Fachkräftemangel ist damit noch lange nicht gelöst. Destatis prognostiziert bis 2049 eine Lücke von bis zu 690.000 Pflegekräften. Der Nachwuchs von heute braucht außerdem Zeit: Drei Jahre Ausbildung, dann weitere Monate Einarbeitung und Erfahrungsaufbau. Erfahrene Pflegefachkräfte, die jetzt im Beruf stehen, bleiben also auf Jahre hinaus das Rückgrat der Versorgung. Und das zahlt sich aus: In einem Markt, in dem mehr ausgebildet wird, aber die erfahrene Fachkraft weiter knapp bleibt, steigt die Nachfrage nach genau Deiner Qualifikation.

Chancen nutzen, Bedingungen gestalten

Der Pflegearbeitsmarkt befindet sich im Wandel. Mehr Nachwuchs bedeutet mittelfristig mehr Kolleginnen und Kollegen, aber keine Entwarnung für Einrichtungen, die heute Stellen nicht besetzen können. Für erfahrene Pflegefachkräfte ist das die Stunde, aktiv Bedingungen einzufordern: flexible Dienstplanung, faire Zulagen, einen verlässlichen Ansprechpartner. Wer uber einen Personaldienstleister wie MedStar arbeitet, behält genau diese Kontrolle, wählt den Einsatzort, bestimmt das Arbeitszeitmodell und profitiert von tariflich gesicherten Gehältern.